Die Grundlage unseres Ansatzes ist das Studium von Museumstrommeln und Literatur über den altaischen Schamanismus. Wir analysieren Materialien, Maße und Proportionen, den Aufbau von Rahmen, Membran und Griff. Als Orientierung dienten unter anderem originale historische Trommeln aus Ausgrabungen.
Die historische Konstruktion erforschen wir gemeinsam mit Handwerkern und Historikern und gleichen sie mit der Fertigungspraxis ab. Holzauswahl, Proportionierung und Hautzubereitung formen das heutige Instrument. So setzt sich die Tradition in der Arbeit der heutigen Werkstatt fort.
Schamanische Vorgaben beziehen sich auf die Fertigung der Trommel. Wesentlich sind für uns dabei die Konstruktion des Instruments, die Handarbeit und die Trennung von Herstellung und persönlicher Ausgestaltung. Wir übergeben die Trommel mit unbemalter Membran; das weitere Erscheinungsbild und den Umgang bestimmt der Besitzer.
Aufbau der ALTAU-Trommel →
Der Rahmenbau ist eine eigenständige Spezialisierung. Der Rahmenbauer arbeitet mit Zedernholzblöcken, deren Fügung und der Präzision der Kreisform. Der Kreis trägt dazu bei, den Zug der gespannten Haut gleichmäßig zu verteilen, weshalb Form und Aufbau des Rahmens besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Die Zubereitung der Membran verlangt andere Fertigkeiten. Maralhaut wird von Hand als Rohhaut zugerichtet und auf den Rahmen gespannt. Griff, Halterungen und Schlägel sind ebenfalls Teile der Instrumentenfertigung. Die Ledertasche stellt eine Lederwerkstatt her.
Die Arbeitsteilung erlaubt es, sich auf den einzelnen Arbeitsschritt und seine Details zu konzentrieren. Die Gewerke sind durch gemeinsame Qualitätsanforderungen an die gesamte Trommel verbunden. Die Fertigung jedes Teils berücksichtigt dessen späteren Platz im Instrument und die Arbeit des nachfolgenden Meisters.
Jeder nachfolgende Meister nimmt die vorherige Arbeit ab und begutachtet sie. Vor dem Aufspannen der Haut wird der Rahmen geprüft; nach dem Trocknen beim Zusammenstellen des Sets werden Klang und Membranspannung kontrolliert. Anmerkungen werden zwischen den Beteiligten besprochen und in der Fertigung berücksichtigt.
Die zusammengebaute Trommel wird als Ganzes geprüft. Die Arbeit an den einzelnen Teilen schließt mit der Abnahme jenes Instruments ab, das der Besitzer in Händen halten wird.
Im Herbst und Winter beschaffen wir Zedernholz und Felle. Aus den vorbereiteten Materialien arbeiten die Meister über das ganze Jahr: Sie fertigen Rahmen, bereiten Membranen vor und bauen Trommeln zusammen. Die Werkstatt verfügt über einen Bestand fertiger Rahmen in verschiedenen Größen.
Nach dem Aufspannen werden die Trommeln zum Trocknen aufgehängt. Anschließend lässt man das Instrument ruhen. In dieser Zeit wird es beobachtet, die Membran wird gepflegt und mit Zedernharz behandelt. Trocknung, Ruhezeit und Pflege gehören zur Arbeit an der fertigen Trommel.
Auch nach dem Transport gibt man der Trommel Zeit in der neuen Umgebung. Vor dem Verpacken und Versenden führt die Werkstatt eine abschließende Prüfung durch.
Die 60-cm-Trommel kann fertig erworben oder im Laufe des Jahres in Auftrag gegeben werden. Die Kapazität der handwerklichen Werkstatt ist begrenzt; Verfügbarkeit und Herstellungsdauer stimmen wir persönlich ab.

Wir arbeiten seit 2009 mit altaischen Trommeln. Die Erfahrung aus der Auswahl von Instrumenten verschiedener Meister, Aufträgen nach eigenen Vorgaben und eigener Fertigung hat den heutigen Ansatz von ALTAU geprägt.
Diese Erfahrung setzt sich nach dem Versand fort. Die Trommeln leben in beheizten Wohnungen, reisen, wechseln Länder und Klimazonen. Besitzer berichten vom Klang, stellen Fragen zur Pflege und wenden sich für Reparaturen an uns. Das hilft uns besser zu verstehen, wie sich Rahmen und Membran im Laufe der Zeit verhalten.
Die Praxiserfahrung fließt in die Werkstattarbeit zurück: in die Ansprüche an die Festigkeit des Rahmens, die Hautzubereitung, die Ruhezeit und die Prüfungen. Wir führen die traditionelle Bauweise fort und berücksichtigen die Bedingungen des modernen Lebens des Instruments.
Technologie, Anforderungen an die Trommel und das angesammelte Wissen verbleiben bei ALTAU. Sie bilden die gemeinsame Grundlage für die Arbeit der Meister und künftige Instrumente. Für die fertige Trommel und das Set ist die Werkstatt verantwortlich.
Wir bewahren Fotografien der Arbeiten und Angaben zu den Sendungen auf. Berichte der Besitzer ergänzen die Geschichte der Trommeln und unsere Erfahrung im Umgang mit ihnen. Bei Fragen zu Pflege und Zustand des Instruments bleiben wir erreichbar.
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail — wir informieren Sie, sobald Trommeln verfügbar sind und seltene Großformate erscheinen.